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Projekt 2018-2019 ZH/Amrain

Geschichte 2002-2017
Die NEUE KUNSTHALLE

... ist ein vielfältig gestaltetes Projekt ... damit die Kunstformen ihre kritische Funktion in der Gesellschaft beibehält - »eine Intelligenz sich selbst entdecken zu lassen« (Rancière 2009)




Haifischbecken

Die Gesellschaft wandelt sich wieder mal. Bewährtes - wie das Individuum und die Identität - wird in Frage gestellt. Nebenbei schwindet still und leise die gesellschaftliche Einsicht, dass Kunst Sinn stiftet und ein erheblicher Teil der menschlichen Entwicklung ist - seit dem Auftreten des Australopithecus robustus - Lucy, oder nach Kant oder nach (ebd) "Offenbarung einer Intelligenz, die sich verkannte oder vernachlässigte". Um diesen negativen Trend zu begegnen und die Kunst zu retten, begannen die Kulturbeamte die künstlerische Tätigkeit als Freizeitaktivtät und soziale Massnahme zu verkaufen. Wirtschaftsnahe, kreative und akademische Kreise nutzten das religiöse Potentzial der Kunst und dessen Vokabular um ihre Tätigeiten glaubwürdiger zu machen. Die Kunst wurde instrumentalisiert, wie zuvor schon vom Kunstmarkt/handel und von den bürgerlichen Establishment.


Das Verhältnis zwischen der Gesellschaft und dem künstlerischen Schaffen muss sich entspannen. Man müsste erkennen, dass die Faulheit (altdeutsch: Muse) nicht ein Privileg des höheren Standes sein sollte und sie eigentlich mit Freude zur Schau zu stellen ist, anstatt sie, wie ein Fünfjähriger, von sich zu weisen.


Es ist angebracht, der Kunst - gerade wegen ihrer abseitigen Lage - ihre Freiheit zu lassen, damit sie in Zukunft, wenn die Demokratien erwachsen geworden sind, überhaupt noch existiert.
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